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Konzeption

  DAS GEHIRN TUT NICHTS LIEBER ALS DENKEN, WAS SONST SOLLTE ES DENN AUCH TUN?

Jedes Gehirn arbeitet effizienter als der modernste High-Tech-Computer.



Lernen wird verstanden als ein vom Gehirn gesteuerter Selbstgestaltungsprozess.

Alles, was beim Lernen Freude macht, unterstuetzt das Gedaechtnis und somit den Wissensaufbau.
Dies fand Comenius schon vor 400 Jahren heraus und so lohnt es sich, bei der Erstellung einer
paedagogischen Konzeption neben den aktuellen Erkenntnissen der Neurodidaktiker, wie z. B.
Prof. Dr. Henning Scheich und Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer auch auf paedagogische Klassiker wie
Comenius, Pestalozzi oder Montessori zurueckzugreifen.



Heute weiss man: ob wir wollen oder nicht - das Gehirn lernt! Niemand muss gezwungen werden und
schon gar nicht kleine Kinder. Hier koennen wir auch Pestalozzi (1746) erwaehnen, da er bereits
zu seiner Zeit forderte, dass die Kraefte, die im Kind mit der Geburt angelegt sind, durch gute
Paedagogik zur Entfaltung gebracht werden muessten.



Wir, das Team der Villa Kunterbunt, staunen immer wieder darueber, mit welcher Energie die Kinder
jeden Tag voller Tatendrang zu uns kommen.

Die Aufgabe unseres Kindergartenteams besteht darin, den Tatendrang, die Neugierde und Lernfreude
der Kinder zu erhalten und zu festigen. Die individuellen Beweggruende der Kinder moechten wir
wahrnehmen. Wir unterstuetzen die Kinder darin, als selbstbestimmte und selbstbewusste
Persoenlichkeiten in unsere Gesellschaft hineinzuwachsen.



Uns ist bewusst:



Nie wieder lernt der Mensch mit so VIEL FREUDE und LEICHTIGKEIT wie in der Kindheit.



Aktuell besuchen Kinder aus ueber 14 verschiedenen Kulturkreisen die Villa Kunterbunt.



Somit bieten wir den Kindern ein gesellschaftlich authentisches Lernumfeld.



Diese bunte kulturelle Vielfalt nutzen wir als Qualitaetsmerkmal fuer besondere Aktivitaeten und
Projekte mit den Kindern. Auf die Zukunft vorbereitet werden heisst fuer uns, individuelle
Lernstrategien zu entwickeln, um sich spaeter kommunikativ in einer multikulturellen Gesellschaft
orientieren zu koennen. In ihrer Fantasie koennen Kinder Grenzen im positiven Sinne ueberschreiten.

Dies lernen die Kinder altersgemaess im gemeinsamen Spiel, indem sie Vertrautheit aufbauen und
Freundschaften schliessen. Im internationalen Miteinander lernen die Kinder mit Kreativitaet die
Aufgaben ihrer Zukunft gemeinsam zu meistern.



Mit ausgesuchten Buechern aus unserer INTERNATIONALEN KINDERLITERATUR-BIBLIOTHEK unterstuetzen
wir die Zwei- und Mehrsprachigkeit der Kinder. Auch Eltern bieten wir gerne Einblick in die
verschiedenen Sprach- und Schriftsysteme und in die kulturellen Gepflogenheiten anderer Laender.





IN PROJEKTEN LERNEN

heisst: Jedes Kind wird aufmerksam in seiner Entwicklung wahrgenommen und in seinen komplexen,
ganzheitlichen und individuellen Lernprozessen begleitet. So kann es seine emotionalen, sozialen,
kognitiven, sprachlichen, motorischen und kreativen Faehigkeiten entfalten und zum Ausdruck bringen.



INTERNATIONAL FORSCHEND UND ENTDECKEND LERNEN

heisst, gemeinsam mit unseren europaeischen Partnern den kleinen und scheinbar unwichtigen Dingen
nachzuspueren. Intensiv erlebte Vorgaenge werden fuer immer im Gedaechtnis verankert. So koennen
jederzeit neue Erfahrungen an vorhandenes Wissen angeknuepft und verankert werden.



BILDUNGSCHANCEN DURCH INTERNATIONALE BUCHKULTUR

Da wir Bildungs- und Erziehungspartnerschaften auf nationaler und internationaler Ebene pflegen,
konnten wir eine umfangreiche INTERNATIONALE KINDERLITERATUR-BIBLIOTHEK zusammenstellen, die
natuerlich auch Werke enthaelt, die weit ueber die Grenzen Europas hinaus reichen. Internationale,
gute Kinderbuecher bieten uns thematisch Stoff fuer vielfaeltige Projekte, die in Zusammenarbeit mit
muttersprachlichen Kolleginnen und Eltern auch als oeffentliche Veranstaltungen fuer zwei- und
mehrsprachige Familien, deren Freunde und deren Kinder durchgefuehrt werden.

Gute Kinderliteratur in moeglichst vielen Sprachen, vorgetragen von Muttersprachlern, bietet uns
auch die grosse Chance, die Zwei- und Mehrsprachigkeit der Kinder zu unterstuetzen und in ihrer
Entwicklung zu foerdern. Somit kommen alle Kinder in ihren Sprachen auch mit der sogenannten
Bildungssprache in Kontakt. Gleichzeitig wecken wir das Interesse der nur deutschsprechenden
Kinder an anderen Sprachen, insbesondere an den Sprachen ihrer Kindergartenfreunde.



Vorlesen nutzen wir als literarische Sozialisation, denn Vorlesen ist Aufgabe und Ressource der
gesellschaftlich organisierten Einfuehrung in die Schriftkultur. Wenn Kinder Liebe
zu Buechern entwickeln, ist ein wichtiger Grundstein fuer den Literalisierungsprozess gelegt.
Zu vielen relevanten gesellschaftlichen Themen und Sachfragen bietet der Buchmarkt in Deutschland
gute Kinderliteratur an. Alle Kollegen der Villa Kunterbunt kennen sich in verschiedenen
Themenkomplexen aus und ergaenzen sich im Austausch. So koennen wir nach spontanen Interessen
der Kinder auf einen grossen Fundus zurueckgreifen und ihnen vermitteln, dass Schrift dazu dient,
Wissen zu vermitteln und sich Wissen anzueignen. Zu grossen Buchprojekten bieten wir neben speziell
entwickelten Spiel- und Arbeitsmaterialien immer Tischtheater und Rollenspielutensilien an, damit
die Kinder die Moeglichkeit haben, die Inhalte nach ihrem Verstaendnis und Beduerfnis aufzuarbeiten.

Die im Jahresverlauf kennen- und schaetzen gelernten Buecher werden von den Kindern im sogenannten
Buecherwurm festgehalten. Der Buecherwurm waechst mit jedem Buch um ein Glied und dient somit der
Dokumentation der bekannten Buecher. Bis zum Ende der Kindergartenzeit begleitet der Buecherwurm
die Kinder und erinnert sie an vielfaeltig gemachte Erfahrungen. Auf diese Erfahrungen koennen sie
somit immer wieder zurueckgreifen, daran anknuepfen und begeistert neues Wissen in weiteren
Buechern suchen.



PORTFOLIO UND ENTWICKLUNGSDOKUMENTATION

In Kindergartenportfolios wird festgehalten, wie Kinder ihre Kenntnisse und Kompetenzen erweitern,
sich also selbst bilden. Im Portfolio wird alles gesammelt, was ihre Entwicklung widerspiegelt,
z.B. Beobachtungen der Fachkraefte, Fotos aus dem Kindergartenalltag, ausgefuellte Frageboegen
sowie Zeichnungen, Erzaehlungen und Gedanken der Kinder. Ferner werden Kommentare der Kinder,
ihrer Eltern und der Paedagoginnen aufgenommen. Die Interessen des Kindes stehen im Vordergrund
und das Kind selber zeichnet auf, was es lernen und welchen Weg es gehen moechte. Hier finden
sich starke Bezuege zur Projektarbeit, denn jedes Interesse kann zu einer umfangreichen Projektarbeit
fuehren. So schaetzen wir die Kritzeleien des kleinen Kindes als erste Spuren der Schrift. Die
Lernumgebung der Villa Kunterbunt ist so gestaltet, dass das Kind Zugriff auf altersgemaesse
Materialien hat, die seinen Forscher- und Experimentierdrang befriedigen. Am Beispiel der Kritzelspur
werden wir beobachten koennen, dass es seine Feinmotorik uebt und ueber die werkgetreue Handhabung
von Material, vom experimentellen Kritzeln zum Schreiben der ersten Buchstaben und spaeter auch
der ersten Woerter kommt.

Unsere wichtigste Grundlage in der paedagogischen Arbeit ist somit die Portfoliomappe, denn hier
wird von Anfang an vieles notiert und gesammelt. Das beginnt mit dem Start in den Kindergarten,
geht ueber den halbjaehrlichen und jaehrlichen persoenlichen Austausch mit den Eltern und endet
mit der Einschulung und der uebergabe des Entwicklungsberichtes an die Eltern.

Die Handhabung eines Portfolios auf diese hier dargestellte Art und Weise weist vielfaeltige
Bezuege zur Narrativen Psychologie auf. Der Begriff narrativ (lat. erzaehlend) verdeutlicht
den Grundgedanken, dass jeder Mensch Konstrukteur seiner Lebensgeschichte ist. Jedes Verstehen
ist demnach eine Konstruktion des individuellen Denkens (Geistes), also der Konstruktion der
eigenen Identitaet. Mit dem Portfolio unterstuetzen wir die Selbstwahrnehmung des Kindes und
es lernt durch intrinsische Motivation seine Lerngeschichte fuer die Zukunft selbst zu entwerfen.
Verstehen wir seine Motivation, koennen wir es in dem Sinn eines lebenslangen Lernens festigen.
Die Entwicklungsdokumentation dokumentiert die individuelle Lerngeschichte des Kindes waehrend
seiner Kindergartenzeit.



ELTERNHAUS UND KINDERGARTEN

Die ersten grundlegenden Welterfahrungen macht das Kind naturgemaess im Elternhaus. Doch jetzt
wissen wir:

Denken heisst immer weiterdenken und somit wird das Weltwissen der Kinder schon in jungen Jahren
rasant erweitert. Ausgangspunkt ist das schon Gedachte. Jedes Wissen ist vorlaeufig und gerade
darum wertvoll, denn es ist die Basis fuer weitere Verknuepfungen. In diesem Ansatz liegt ein
grosses Potenzial fuer einen Kindergarten als Denk- und Lerngemeinschaft. Dabei darf das
Mitdenken der Eltern nicht vergessen werden. Auch sie muessen wissen: Lernen laeuft ueber die
individuellen Konzepte des Kindes. Jede gut gemeinte So macht mans-Erklaerung
verschuettet mit grosser Wahrscheinlichkeit persoenliche Denkansaetze. Und damit verbunden ist
immer, auch wenn nur unterschwellig, die Erfahrung: Ich kann es nicht selbst.
Seine Konzepte aus eigenem Antrieb zu ueberarbeiten - bis zur totalen Umkrempelung -, ist
persoenlichkeitsstaerkend. Eine Erfahrung mehr, aus sich heraus faehig zu sein, die Welt zu
verstehen. Das macht Mut und staerkt die Lernfreude der Kinder.





DAS TEAM DER VILLA KUNTERBUNT

Alle Teammitglieder nehmen an regelmaessigen Fortbildungen teil, um den hohen Anspruch an die
Bildung der Kinder zu gewaehrleisten. Grundlage unserer paedagogischen Vorgehensweise sind die
Bildungsvereinbarung NRW und das Schulfaehigkeitsprofil.

Den Kindern bieten wir eine qualifizierte, paedagogische Begleitung in allen Bildungsbereichen
und forcieren zur optimalen Umsetzung besonders den regen Austausch im Team und eine gute
Zusammenarbeit mit den Eltern.





KONZEPTION

Die ausfuehrliche Konzeption kann in der Villa Kunterbunt eingesehen werden.
 
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